Die Mutter aller Motivationstipps: So mangelt es dir nie an Motivation

Motivationstipps haben Konjunktur. Ich verbreite ja selbst einige davon. Obwohl ich manche von ihnen bis auf das kleinste Detail befolge, funktionieren sie bei mir bei bestimmten Zielen dennoch nicht. Doch wieso strotze ich nur so vor Motivation bei anderen Vorhaben? Und das schon seit vielen Jahren?

Zunächst möchte ich aber noch auf ein paar Motivationsmethoden eingehen, die mehr oder weniger häufig empfohlen werden:

  • Klare, realistische Ziele setzen (»Ich ernähre mich gesund und vegetarisch. Ich esse also nur noch Fisch.«)
  • Positiv denken (»Ich bin gut! Ich bin gut! Ich bin gut!”)
  • Gleichgesinnte suchen (“Einsamer sucht Einsame zum…” Ok, schlechtes Beispiel.)
  • Sich mit Belohnungen anspornen (“Wenn ich ein Kilo abgenommen habe, dann gönne ich mir 5 Tafeln Schokolade. Yamm Yamm!”)
  • Und viele viele mehr.

Manche Tipps und Tricks sprechen mich weniger an, wieder andere finde ich persönlich sehr sinnvoll. Einige davon hab ich in meinem Online-Tool dranbleiben 2.0 umgesetzt. Gerade in schwierigen Phasen, in denen das Feuer nicht so spürbar in einem brennt, können manche Methoden einem davon bewahren, dass der Ofen ganz erlischt.

Und langsam kommen wir zum Punkt

Was aber meiner Meinung über allem steht, beantwortet folgendes Zitat. Für mich ist das die Mutter aller Motivationstipps:

»Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv sich anzustrengen.«
– Erich Fromm

So, nun ist es raus: Mit einer Vision mangelt es dir niemals an Motivation. Und was sich reimt, ist gut. Wenn in deiner Vorstellung ein Bild existiert über einen bestimmten wünschenswerten Zustand in der Zukunft, welcher wiederum bestimmte, tiefgehende Gefühle in dir auslöst, dann wird es dir nie an Motivation mangeln.

Die aktuellen Herausforderungen wirst du stets annehmen und einen Weg finden, diese zu meistern. Du wirst immer weiter gehen. Eine Vision hat so eine enorme Zugkraft, da kommt einem eine Diesellokomotive eher vor wie batteriebetriebenes Spielzeug. Eine Vision verleiht dir Flügel – und das ganz ohne Energy Drink.

Und das muss jetzt nichts sein, was für deinen Verstand plausibel und erreichbar erscheint. Darum geht es meiner Meinung gar nicht. Eine Vision erkennt man daran, dass sie wirklich groß ist. Und so funktioniert Evolution. Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien, sagte einst Oscar Wilde. Eine Vision kann also gerne utopisch klingen. Mit vielen (vergangenen) Utopien fliegen wir mittlerweile um die Welt oder kommunizieren miteinander.

Alle klaren, konkreten Ziele, die man sich setzt, sind dann idealerweise auf die Verwirklichung der persönlichen Vision gerichtet.

Mein Name ist »Vision« und keiner will mich

Helmut Schmidt, deutscher Alt-Bundeskanzler hat einmal gesagt: »Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.« Ob die Kosten von meiner Krankenkasse übernommen werden würden, weiß ich allerdings nicht. Wahrscheinlich hat die Versicherungsbranche aber mit Sicherheit eine Krankenzusatzversicherung im Angebot.

Das wäre allerdings ohnehin unbedeutend, da nur wenige Menschen eine Vision haben. Ich vertrete zwar die These, dass jeder Mensch mit einer Vision geboren wird, aber erkennen und leben tun sie nur wenige. Es wäre also für die Ärzte dieses Landes ohnehin wenig zu tun.

Mich würde aber schon interessieren, wie so eine Anti-Visions-Therapie beim Arzt ausschauen würde. Möglicherweise folgendermaßen: »Hören Sie nie wieder auf Ihr Herz, sondern nur noch auf Ihren Verstand. Gehen Sie in eine Arbeit, die Sie nicht erfüllt, aber glauben tun zu müssen, um Geld zu verdienen. Bauen Sie ein Haus. Tragen Sie die Schulden ab. Schauen Sie jeden Tag Fußball, die Tagesthemen oder Daily Soaps. Tun sie alles, was die Gesellschaft von Ihnen verlangt. Ignorieren Sie alle Ihre verrückten Ideen. Ignorieren Sie Ihre Berufung. Dann vergessen Sie Ihre Vision automatisch. So, hier noch ein Rezept für ein tolles Medikament. Danke und Auf Wiedersehen.«

Wer suchet, der findet

Wenn eine Vision nun schon der Motivationsturbo schlechthin ist, dann wirst du dich wahrscheinlich fragen, wie du sie findest bzw. erkennst. Dazu hab ich zwar am Ende dieses Textes auf weiterführende Artikel verlinkt, aber ob es damit klappt, kann ich dir nicht versprechen. Da bin ich nicht der Experte und kein kompetenter Begleiter. Ich persönlich fühle sogar eine gewisse Demut diesem Thema gegenüber, da es ja doch etwas sehr persönliches ist.

Ich kann dir nur sagen, was ich gemacht habe: Ich hab mich durch Bücher inspirieren lassen, Seminare besucht, mich coachen lassen und mich immer wieder selbst reflektiert und erforscht. Von der ersten Idee einer Vision habe ich immer tiefer gegraben und mich immer wieder damit auseinandergesetzt.

Irgendwann lag es klar auf der Hand. Wo ein Wille, da ein Weg. Und nun das große Outing… Trommelwirbel… Hier ist meine Vision: Ich träume von einer Welt, in der jeder Mensch seiner Berufung bzw. Vision folgt. Kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Was glaubst du, würde dann dadurch entstehen? Auf welchem Planeten würden wir dann leben? In mir löst diese Vorstellung etwas aus, das mich seit Jahren trägt. Und es wird mich weiter tragen. Und natürlich meine Motivation stets auf’s Neue ankurbeln.

Früher begaben sich übrigens die Lakota Indianer auf Visionssuche für ein paar Tage in die Natur. Meistens auf einen Hügel oder einen Berg. Auch das wäre eine Idee. Aber bitte nimm die passenden Outdoor-Klamotten mit und verfolge den Wetterbericht. Wenn ein Lakota Indianer dann die Vision empfangen hatte, kam er anschließend in sein Dorf zurück. Und dann gab es eine große Party. Aber bitte erwarte nichts ähnliches, wenn du deine Vision deiner Familie und deinen Freunden offenbarst.

Eher wird man noch als Spinner oder Träumer hingestellt. Komisch, komisch. Man könnte fast schon glauben, dass sich Menschen erst gar nicht für ihre Visionen und Träume öffnen sollen. Hmm…. Wer könnte denn davon profitieren, wenn sich nur wenige auf den Weg machen? Wie auch immer: Mit diesem Umstand muss jeder klar kommen. Die Welt ist nun mal so, wie sie ist.

Und was nun?

Tja, gute Frage. Was meinst du? Ich wollte dich mit diesem Text daran erinnern, dass es sich lohnt, sich dem Themengebiet »persönliche Vision« zu öffnen. Es macht auch durchaus Sinn, sich folgende Fragen zu stellen: Welchen Beitrag möchte ich hier auf diesem Planeten leisten? Welche Spuren möchte ich hinterlassen? Und hier geht es nicht nur darum, dass du – entsprechend eines Baumarkt-Werbespots, der auf diese Schiene aufgesprungen ist – einmal in deinem Leben einen Parkettboden verlegst. Du hast sicherlich noch mehr drauf. 🙂

So, mein Job ist hiermit getan. Wenn es dir also wieder mal an Motivation für deine Ziele mangelt, dann weisst du ja jetzt, wo du fündig werden könntest.

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